
Learning4Resilience - Aufbau lokaler Lernzentren zur Katastrophenschutzbildung
Der Stromausfall Anfang des Jahres in Berlin hat gezeigt, wie schnell eine Gewissheit bei Nichtfunktionieren zur Notlage werden kann. Vieles hat gut funktioniert – zugleich wurde deutlich, dass es bei der individuellen Vorsorge noch Verbesserungsbedarf gibt, besonders für Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen. Krisen wie die Corona-Pandemie, Großschadensereignisse durch Überschwemmungen, Waldbrände oder Stromausfälle machen deutlich: Die Resilienz der Bevölkerung gegenüber Krisen und Katastrophen ist ein zentrales gesellschaftliches Thema. Doch während die Fähigkeit, mit solchen Ereignissen umzugehen und Rettungskräfte zu unterstützen, von großer Bedeutung ist, fehlt vielen Menschen der Zugang zu passenden Lernmöglichkeiten.
Hier setzt Learning4Resilience an: Das Projekt stärkt gezielt die Kompetenzen von Erwachsenen im Umgang mit Krisen und Katastrophen und befähigt sie, sich selbst und anderen zu helfen. Im Fokus stehen Bevölkerungsgruppen mit bisher wenig Zugang zu solchen Angeboten: Senior_innen, Frauen mit Pflegeverantwortung, Geflüchtete und Migrant_innen sowie Menschen mit geistigen Behinderungen oder Sehbeeinträchtigungen. Dafür werden praxisnahe, zielgruppengerechte Lernangebote entwickelt, Akteure zu Resilienztrainer_innen qualifiziert und lokale Lernzentren als innovative Lernräume etabliert. So wird nachhaltige Katastrophenschutzbildung gefördert, die Resilienz, Teilhabe und Zusammenhalt in den Kommunen langfristig stärkt.